Samstag, 16. Juni 2012

Sommerseifen

Es gibt zwei neue Seifen, gedacht für die Ferienzeit.

Sieht ja eher wie Pudding aus (das Foto bekomme ich schon wieder nicht gedreht)
Die Lauge ist mit Kokosmilch angerührt, welche ich eingefroren hatte. Damit die Milchlauge nicht gelb wird, habe ich immer nur kleine Mengen NaOH zugegeben und alles wieder im Eiswasserbad abkühlen lassen. Dafür habe ich einen Edestahlmessbecher genommen, damit das Abkühlen schneller geht.
Verseift habe ich
300g Kokosöl, 200g Olivenöl, 60g Traubenkernöl, 200g Kokosmilch
In den Dividor habe ich eine Reliefmatte gelegt.
Einen Teil des Leims habe ich mit etwas Kakaopulver gefärbt weil das Kokosparfümöl auch braun färbt.
Der Geruch der frischen Seife war...äh....nicht so lecker. Sie stank wie frische Milchseife. Inzwischen duftet sie wieder, wie wir es gerne haben, bin auf das Anwaschen gespannt (schäumen tut sie jetzt schon gut), ob die Kokosmilch sich bemerkbar macht?

Die zweite Seife entstand gestern in Anlehnung an das "Zitrönchen" von Mini, wenn auch etwas abgewandelt.

300g Schweineschmalz, 150g Kokos, 100g Rapsöl, 100g Mandelöl, 30 g Rizinusöl.
Duftmischung: Fresh Mango, ZitronenPö, Äth.Öl Litsea und Lemmongras.
Gelbes Seifenpigment.
Wieder hatte ich zuviel von dem hellen Leim, die Reste habe ich in kleine Einzelformen gegossen. Durch das Marmorieren sah die Oberfläche aus wie geronnenes Eiweiß, aber frau hat ja ein scharfes Messer. So hatte ich aber einigen Verschnitt. Mit ein wenig Wasser sind solche Reste schnell in der Mikrowelle wieder eingeschmolzen
und ab damit in Förmchen.
So sieht das Ganze nun aus.
Frische Seife darf immer noch ein paar Tage oben auf dem Ofen im Wohnzimmer stehen (nein, wir heizen nicht mehr) und ihren schönen Duft verteilen. Diese Mischung gefällt mir ganz besonder. Muß nun schnell Parfümöle  bestellen. Da einige Stücke für einen Tausch sind -ich bekomme dafür Satinangora-Fasern-will ich dieses Rezept nochmal sieden.

Sonntag, 10. Juni 2012

Schmuck oder Kleidung?

Das Halstuch ist fertig.
Gestrickt nach einer Anleitung aus der Landlust. Wunderbar variabel. Die 23 Gramm Angora haben gereicht.
Aus der restlichen Wolle wurden Quasten, verziehrt mit Glasperlen aus Mexiko (gekauft ganz in der Nähe des Hauses von Frida Kahlo). Durch das Gewicht der Perlen verabschieden sich die Tuchenden auch nicht irgendwo hin - wie gesagt, es wiegt ja fast nichts.
(oh, das ist ja ein schlechtes Foto, als wäre Nebel bei mir im Wohnzimmer)
Das nächste Tuch ist schon auf den Nadeln, aber kein Angora, sondern kratziges, grobes Merino.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Im Faserrausch...

Die liebe Frau Seidenhase hat mir doch tatsächlich eine Tüte wunderbarer Angorawolle geschickt. Einmal weiß, einmal grau-weiß kardiert. Nachdem ich erstmal kleine Proben mit der tibetischen Spindel anspinnen mußte, war ich schon hellauf begeistert. Die Wolle ist geschoren,  hat also eine Schnittkante, so hatte ich beim Spinnen immer wieder "Absätze" im Faden gehabt. Habe sie dann mit den Wollkämmen gekämmt
 und einen Kammzug draus gezogen.
Das Spinnen war klasse. Mit einem Seidentuch auf den Beinen flust man auch nicht voll. Ich hatte erwartet, daß mehr feine Härchen rumfliegen würden, war aber nicht so.

Zweifädig gezwirnt und erst dann gewaschen.
Jetzt habe ich hier 23 g wundergares Angoragarn und kann mich nicht entscheiden, was es werden soll.

Das Kämmen ist schon ein Luxus, weil ja nur lange Fasern in den Kammzug kommen. Ich habe hier jetzt also einen aussortieten Haufen kurzer Fasern und Knubbelchen. Die werde ich mal mit den Handkarden noch bearbeiten und dann - erstmal wieder eine Spindelprobe- wird gefilzt.
So wie es aussieht, werden wir wohl neue Tiere in's Haus bekommen. Bin jetzt wild entschlossen, auch Angoras zu beherrbergen.

Montag, 4. Juni 2012

In Farben schwelgen...

Am Samstag war wieder ein Treffen meiner Spinngruppe, meine Jüngste war auch mit dabei. Es gab -großer Luxus- einen Pool. Aber sie spinnt auch gerne.
Es wurde Seife gemacht und Wolle gefärbt (neben spinnen, quatschen, grillen....) .
Da ich sowieso für einen Tausch gefärbten Kammzug brauche, haben wir also gestern auch die Ashford-Säurefarben ausgepackt.
Mein Backofen hat eine Dampffunktion, weshalb er sich wunderbar zum fixieren eignet. So kann auf den Backblechen gefärbt werden und man kann schöne Farbverläufe erzeugen.

                           Dieses Bild wollte unbedingt hochkant hier rein, jetzt bleibt es so!
Dann ab damit in den Ofen, 45 min, abkühlen lassen ohne dran rumzugrabbeln - FILZGEFAHR- es ist nachher so viel einfacher zu spinnen.
Meine Tochter ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis, den oberen Kammzug hat sie sofort versponnen, gezwirnt und gewaschen. Heute hat sie angefangen, sich einen Loop daraus zu stricken.

Ach ja, ich habe ja auch gefärbt. Die Farben waren vorgegeben.

Das sind 250g BFL (die oberen Kammzüge sind auch BFL), ich bekomme einen Spinn-Maxl dafür.

Aber Färben macht süchtig, ich könnte schon wieder zur (Farb)Flasche greifen. Habe aber eine neue, wunderbare Faser auf der Spule, die lockt mich auch. Mehr dazu später.